Auch in diesem Jahr nahmen am letzten Septemberwochenende wieder Turnerinnen der Leistungsriege beim Pokalwettkampf in Dortmund teil. Neben Starterinnen aus ganz Deutschland, wie unter anderem der Sporthochschule Köln, gingen auch international bekannte Turnerinnen aus den Niederlanden an den Start.
Zunächst starteten mittags Marisa Voss in der AK14 und Dilara Drescher in der AK15. Am Startgerät, dem Boden, kamen beide BTW-Turnerinnen gut durch ihre Übungen, ließen aber durch einzelne Unsauberkeiten ein paar Punkte im Vergleich zur Konkurrenz liegen.
Am Sprung fanden aber beide Turnerinnen wieder sicherer in den Wettkampf. Marisa Voss zeigte einen starken Überschlag mit halber Schraube in der 2. Flugphase. Dilara Drescher präsentierte einen schönen Tsukahara gebückt. Mit diesen gelungenen und hochwertigen Sprüngen riefen beide Turnerinnen ihre gewohnte Leistung ab und zeigten, dass sie hier mit den Turnerinnen der Deutschen Sporthochschule Köln aus der 1.Bundesliga mithalten können.
Am nächsten Gerät, dem Barren, lief es leider nicht optimal weiter. Beide schafften es durch Schwierigkeiten in der Wettkampfübung leider nicht, die Anforderung zu erfüllen, in dem auf dieser Ebene ein Element in einem Griffwechsel geturnt werden muss. So mussten sie leider auch an diesem Gerät wertvolle Punkte liegenlassen.
Am Balken konnten sich aber beide nochmals konzentrieren und lieferten schöne Übungen ab. Dilara Drescher präsentierte erstmals einen Muchina, ein Element mit einem Salto vorwärts aus der Schrittstellung, den sie sicher in den Stand turnte. Marisa Voss konnte erneut ihr freies Rad vom letzten Wettkampf vor einer Woche abrufen, obwohl sie aufgrund von Krankheit einige Trainingseinheiten verpasst hat.
Im letzten Durchgang des Tages ging Anna Güttler in der AK16+ in einem sehr starken Teilnehmerfeld an den Start. Unter den Starterinnen waren unter anderem Europameisterschaftsteilnehmerin Shadé van Oorschot sowie Olympiateilnehmerin Tisha Vollemann aus den Niederlanden. Gemeinsam mit diesen beiden in einer Riege startete Anna Güttler am Boden in den Wettkampf. Die Freude war bereits am Boden riesig, nachdem Anna in der ersten akrobatischen Bahn ihren Doppelsalto rückwärts erstmalig im Wettkampf sicher in den Stand turnte. Mit diesem gelungenen neuen Element steigerte sie ihr Wertungsergebnis im Vergleich zu vorherigen Wettkämpfen im Kürbereich an diesem Gerät deutlich.
Am Sprung rief Anna ihren Tsukaharasprung gebückt gewohnt sicher ab, wodurch sie mit einer guten Wertung belohnt wurde.
Auch am Barren kam Anna Güttler gut durch ihre Übung, die sie im Training der Vorwoche im Schwierigkeitswert noch etwas aufstocken konnte.
Am Abschlussgerät dem Balken, musste Anna leider zwei Stürze nach diesem bisher guten Wettkampfverlauf in Kauf nehmen, war aber insgesamt mit einem Gesamtwert von über 40 Punkten zufrieden.
Marisa Voss und Dilara Drescher schlossen ihren Wettkampf beide in ihrer jeweiligen Altersklasse auf dem 6. Platz ab, während Anna Güttler in einer sehr engen Siegerliste auf dem 16. Platz landete. Abschließend war es für alle ein guter Wettkampf, in dem alle drei Turnerinnen wertvolle Erfahrungen im Kür-Bereich sammeln konnten, so dass man gespannt auf das Folgejahr sein kann, wenn sie mit mehr Routine die derzeit noch neuen Elemente werden turnen können.


